Schwarzwälder
Bote (22.10.2001)
Rominger verteidigt seinen Titel
RSV‑Fahrer siegt bei
Deutschen Meisterschaften souverän / Letsch wird Fünfter
Albstadt/Moers
(sid/sb). Die Favoriten setzten sich durch: Die Weltmeister Martin Rominger
(RSV Tailfingen) und Astrid Ruckaberle (RV Weil im Schönbuch) gewannen bei den
Deutschen HallenradMeisterschaften In Moers erwartungsgemäß auch die nationalen
Titel in den Einer‑Kunstfahrkonkurrenzen.
Bei
den Männern setzte sich der 23‑jährige Rominger im Finale gegen Steffen
Hain (Erlenbach) und Michael Kolbert (Langenprozelten) durch. »In der Vorrunde
zeigten alle Fahrer gute Leistungen und erreichten höhere Ergebnisse als in den
vergangenen WM‑Qualifikationen«, erklärte der Bitzer, der für den RSV
Tailfingen fährt. Mit seinem Programm sei er zufrieden gewesen. »Ich musste nur
den Handstand vorzeitig abbrechen. Aber die Punktabzüge waren nicht tragisch,
da ich genug Vorsprung hatte«, so Rominger. Im Finale demonstrierte der
viermalige Weltmeister seine ganze Klasse und erhielt für sein Programm 347,30
Punkte. Mit dieser Wertung siegte er überlegen vor Steffen Hain (323,07 Punkte)
und Michael Kolbert (315,14), die nicht an ihre Leistungen der Vorrunde
anknüpfen konnten.
»Diese
Leistung gibt mir ein gutes Gefühl für die Weltmeisterschaft in Japan.
Schließlich hat die Deutsche Meisterschaft schon eine große Bedeutung, und eine
gewisse Anspannung ist immer vorhanden. Wenn es da gut läuft, ist das schon
eine Beruhigung im Hinblick auf die WM«, freute sich der frischgebackene Deutsche
Meister.
Weniger
Grund zur Freude hatte sein Vereinskamerad Matthias Letsch, der in der Vorrunde
unerwartet auf Rang fünf landete und somit das Finale und einen Podestplatz
verpasste. »Es war einfach nicht mein Tag. Ich kam nie in den Rhythmus und fand
nicht zu meiner Kür«, resümierte der Vizeweltmeister, der sich darüber ärgerte,
nicht unter den ersten Drei gelandet zu sein. Sein Ticket für die
Weltmeisterschaften im November im japanischen Kaseda‑City hat er jedoch
sicher in dedr Tasche. Die DM werde ich so schnell wie möglich abhaken. Für die
Wettkämpfe in Japan bin ich zuversichtlich«, so Letsch.
Weltrekordlerin
Ruckaberle holte überlegen den DM‑Titel vor Nicole Krautwurst (Germania
Großostheim) und Karoline Brückner (RSV Soli Rimpar). Insgesamt gab es in den
zehn Wettbewerben fünf Titelverteidigungen. Dies gelang auch im Zweier‑Kunstfahren
der Frauen den WM‑Dritten Sandra Steegmüller und Katrin Ludwig
(Magstadt).
Dagegen
traten im Männer‑Zweier Simon Altvater und Nico Kunert (RV Pfeil
Magstadt) die Nachfolge der Weltmeister Stefan Raaf/Michael Roth (Kirchdorf)
an. Neue Meister gab es auch im MännerSechser und Vierer jeweils durch die SpV
Rot‑Weiß Moisling sowie im Frauen‑Vierer durch den RSV Steinhöring.
In der Sechser‑Konkurrenz der Frauen blieb der Vorjahrestitel erneut in
Steinhöring.
Eine
Überraschung gab es im Radball. Die bereits zuvor für die WM qualifizierten
Weltmeister‑Brüder Michael und Sandro Lomuscio (Gärtingen) mussten sich
nach einer 2:3‑Finalniederlage gegen die Hamelner Karsten Hörmann und
Jörg Latzel mit Silber begnügen. Deutsche Meister im Radpolo wurden wie schon
in der vergangenen Saison die Hildesheimerinnen Martine Krause und Karin
Schmalbruch.